Stefaneschi-Triptychon
Im Auftrag von Kardinal Giacomo Stefaneschi für den Hochaltar von Alt-St. Peter geschaffen, arbeitet dieses vergoldete Triptychon auf zwei Seiten. Die Vorderseite zentriert den hl. Petrus als monumentalen, ruhigen Thronenden, vor dem der Stifter in Kardinalsrot kniet; die Seitenflügel zeigen Heilige in maßvollen Reihen. Die Rückseite erzählt die Martyrien von Petrus und Paulus, in klarer Räumlichkeit und mit Giottos neu gewonnener Körperhaftigkeit. Punzierte Nimbusse glitzern, doch Bedeutung tragen das Gewicht der Figuren und die stille Schwere ihrer Gesichter. Zwischen c. 1320 und 1330 verwandelt das Altarwerk Theologie in Präsenz – Heilige, die wirken, als stünden sie wirklich dort.
Warum dieses Kunstwerk wichtig ist
- Giottos Körperlichkeit prägt die frühen Trecento-Altarbilder.
- Seltenes beidseitiges Werk für Alt-St. Peter.
Worauf Sie achten sollten
- Der kniende Stifter im Kardinalsornat.
- Werkzeugmuster im Goldgrund.
- Die Rückseite mit den Martyrienszenen von Petrus und Paulus.
Fun Fact
Für den Hochaltar von Alt-St. Peter geschaffen, nicht für die heutige Basilika.
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